Zampern
Während der Fastnachtzeit, zwischen dem Tag der Heiligen 3 Könige am 6. Januar bis zum Aschermittwoch, der die österliche Fastenzeit einläutet, wird in der gesamten Ober- und Niederlausitz gezampert.
Die Zamperer wollen die Kraft des Winters vertreiben und den nahenden Frühling begrüßen.
So gehen bei uns der ortsansässige Carnevalverein und die Kinder unserer KITA, verkleidet, mit Musik und Gesang durch unseren Ort und bitten um kleine Gaben, wie Eier, Speck und Hochprozentigem. Im Gegenzug gibt es Musik, Tanz und Unterhaltung. Am Ende steht das gemeinsame zünftige Essen der Zamperer am Abend mit Musik und Tanz, bei dem alles begutachtet wird, was tagsüber gesammelt wurde.
Zu einer traditionellen Zampergruppe gehören der Bär für den endenden Winter, der Schimmelreiter, der den nahenden Frühling ankündigt, der Storch als Zeichen für Fruchtbarkeit und neues Leben, die „doppelte Person“ oder auch Zweigesicht genannt versinnbildlicht Leben und Tod in einer Gestalt und steht damit für die Übergänge und Veränderungen, der Schornsteinfeger treibt mit seinem Besen die bösen Wintergeister aus, der Polizist als Vertreter der Obrigkeit und die Eierfrau, die die Gaben der Fastnacht einsammelt. Das Zampern lebt vom Miteinander. Die Zamperer bitten um Gaben.



